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Die Bremsanlagen
Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren
Forumsbeiträgen
Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich
erwünscht! Sendet diese bitte an
webmaster@suleica-orion-club.de
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[Orion I]
[Orion II]
[Orion III]
zu kommen...
Orion I
"gilt nicht
für auf MB 100 umgerüstete Fahrzeuge"
Eigentlich wollte ich eine komplette Liste erstellen, was in den
einzelnen Modelljahren in Bezug auf die Bremsanlage alles in den Orion I
eingebaut wurde. Auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten und diverser
Sonderausstattungen ist mir dies allerdings (trotz Anfragen an mehrere
„alte Hasen“) nicht gelungen.
Für
die Richtigkeit der nachfolgenden Angaben (basierend auf „Recherchen und
eigenen Erfahrungen“) übernehme ich keinerlei Verantwortung.
Allgemeines bis ca. 1970:
Einkreis Simplex-Bremse vorn und hinten. Die Handbremse wirkt auf die
Vorderachse und wird über einen Stockhebel (neben der Motorabdeckung)
betätigt. Es gibt kein Bremsgerät und auch keine Vakuumpumpe (für den
Dieselmotor). Für die Hinterachse gibt es einen Regler als
Sonderausstattung.
Dieses Fahrzeug hat noch „stehende“ Pedale.
Diese Anlage ist an dem Hauptbremszylinder mit nur einem Zulauf (von
oben, vom Flüssigkeitsbehälter)und nur einem Ausgang am Ende des
Zylinders zu erkennen. Hier sitzt ein (meist messingfarbenes)
Verteilerstück, an dem zwei Leitungen und evtl. ein hydraulischer
Bremslicht-Schalter angebracht sind.
Allgemeines bis ca. 1971:
An
der eigentlichen Bremsanlage wurde nichts verändert. Es gibt jetzt
allerdings Bremsgerät und Vakuumpumpe als Sonderausstattung. Der Regler
an der Hinterachse geht in die Serienausstattung (allerdingsabhängig vom
Radstand – also nicht generell). Auch hier sind noch „stehende“ Pedale
eingebaut. Zur Einbaulage des hydraulisch angesteuerten Bremsgerätes ATE
T 50 kann ich nichts sagen.
Allgemeines bis ca. 1972:
Zweikreis Servo-Bremse vorn und Simplex-Bremse hinten (vergrößert).
Bremsgerät, Vakuumpumpe und Regler (hinten) sind jetzt Serienausstattung
(Anmerkung: Des
Webmasters Orion Bj. 1972 hat keinen Bremskraftverstärker und nur eine
Einkreisbremse).
Ab jetzt sind „hängende“ Pedale eingebaut. Weitere Erkennungsmerkmale:
Hauptbremszylinder hat zwei Zuläufe (von oben, vom Flüssigkeitsbehälter)
und zwei Abgänge zur Radbremse (einen mittig an der Seite und einen
hinten). Er ist am Bremsgerät angeflanscht.
Die Vakuumpumpe (nur Diesel) sitzt am Motor neben der Wasserpumpe.
Allgemeines ab ca.1973 bis zum Ende der Bauzeit:
Zweikreis Servo-Bremse System Perrot vorn und Simplex-Bremse hinten.
Änderung der Handbremsbetätigung (der Stockhebel ist entweder neben der
Motorabdeckung oder im Armaturenbrett eingebaut). Die erste Ausführung
hatte 34 Zähne. Die zweite Ausführung hatte nur noch 22 Zähne.
Irgendwann wurde auch der Rahmen verändert und es wurde eine Hinterachse
mit Blattfedern eingebaut. Dazu habe ich allerdings keine Jahreszahlen.
Technische Beschreibung der Simplex-Bremse:
Bei
dieser Bremse ist an der Bremsträgerplatte oben (in der Regel) ein
Radbremszylinder mit zwei Kolben eingebaut. Gegenüber ist ein Stützlager
angeschweißt/angenietet. Links und rechts davon sind die Bremsbacken
befestigt. Wird das Bremspedal betätigt, werden die Kolben im
Radzylinder (über die Bremsflüssigkeit) nach außen gedrückt und legen
die Backen an die Trommel. Die Backen stützen sich an dem Stützlager ab.
Durch die Drehrichtung entstehen eine „auflaufende“ und eine
„ablaufende“ Backe. Bei der hier beschriebenen Bauform ist die
„auflaufende“ die vordere (in Fahrtrichtung). Wäre der Bremszylinder
unten und das Stützlager oben eingebaut, wäre es die hintere. Dieses
Wissen ist für die später beschriebene Einstellung der Bremse wichtig.
Von außen ist diese Bremse an den Sechskantschrauben an der
Bremsträgerplatte zu erkennen.
Technische Beschreibung der Servo-Bremse:
Auch bei dieser Bremse ist oben ein Radbremszylinder mit zwei Kolben
eingebaut. Doch das Stützlager ist „schwimmend“ aufgehängt. Das
bedeutet, es wird nur durch die Rückzugfeder zwischen den Bremsbacken
gehalten. So wird die Kraft der „auflaufenden“ Backe auf die
„ablaufende“ Backe übertragen und sie wird ebenfalls „auflaufende“
Backe. Bei den Servo-Bremsanlagen spricht man aber von „Primär- und
Sekundär“ Backe. Die „Primär“ Backe entspricht dabei der „auflaufenden“
Backe. Durch diesen Trick wurde die Wirkung der Bremse erheblich
gesteigert. Leider aber auch das „Eigenleben“, denn wenn man die Bremse
irgendwann einmal betätigt, weiß man nie so ganz genau, wie sich das
Fahrzeug verhalten wird. Deshalb ab und zu einmal vorsichtig anbremsen
(damit die Feuchtigkeit in der Bremse verdunstet). Von außen ist diese
Bremse an einem Stopfen unten an der Bremsträgerplatte zu erkennen.
Technische Beschreibung der Servo-Bremse (Perrot-System):
Vom
Prinzip her wie die oben beschriebene Bremse. Allerdings ist das untere
Stützlager bei dieser Anlage angeschraubt und hat bewegliche Innenteile.
Daraus ergeben sich erhebliche Unterschiede bei der Einstellung. Die
Vor- und Nachteile sind die Gleichen wie oben beschrieben. Von außen zu
erkennen ist die Anlage durch eine Sechskantschraube auf der Außenseite
der Bremsträgerplatte (hinter dem unteren Traggelenk).
Einschätzung des Zustandes und mögliche Abhilfe – Toleranzen:
1.)
Bremstrommel = wellig, unrund. Abhilfe = ausschleifen oder ausdrehen
bzw. erneuern. T = max. 2 mm
2.)
Beläge = rissig, verhärtet. Abhilfe = Belag/Bremsbacken erneuern.
Bei ausgedrehter Trommel Belag mit Übermaß verwenden. Es gibt 3
verschiedene Stärken
z.B. 7,0 – 7,5 – 8,0 mm in Abhängigkeit zur jeweiligen Trommelgröße.
3.)
Radbremszylinder = rissige Staubmanschetten, undicht. Abhilfe = erneuern
Radbremszylinder = schwergängig. Abhilfe = leichten Rostansatz mit
Läppleinen (min. 400) entfernen, in Spiritus reinigen und anschließend
mit ATE-Paste zusammenbauen. Bei Rostlöchern erneuern.
Achtung! Die Dichtmanschetten an den Kolben nie über die Mitte
(Bremsleitungsanschluss) des Zylinders verschieben, dadurch könnten
Diese beschädigt werden. Die hier gemachten Aussagen haben Gültigkeit
für alle oben aufgeführten Bremsanlagen.
Vorarbeiten und Einstellung der Simplex-Bremse:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein.
Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad, gegen
Wegrollen sichern.
Handbremsseile lösen. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
An der Außenseite der Bremsträgerplatte befinden sich zwei
Sechskantschrauben (SW 17 mm). Auf der Innenseite sind dies Exenter, mit
denen die Bremse eingestellt wird. Die Exenter müssen sich schwer, aber
gefühlvoll drehen lassen (dürfen sich nicht nur sprunghaft bewegen
lassen). Sollten sie sich nicht bewegen lassen, was keine Seltenheit
wäre, müssen sie erst einmal gangbar gemacht werden. Dazu benutzt man am
besten Rostlöser und einen halbgekröpften Ringschlüssel. Der
Ringschlüssel wird auf den Sechskant aufgesetzt und mit einer Hand in
Position gehalten, während mit dem Handballen der anderen Hand
abwechselnd, mal von oben und mal von unten, darauf geschlagen wird. Ein
gelegentlicher kleiner Schlag mit dem Hammer (auf den Exenter bzw. die
Sechskantschraube) ist OK. Von der Benutzung eines Schweißgerätes oder
einer Lötlampe rate ich ab. Auf der Innenseite des Exenters sitzt
meistens eine Messingscheibe, die so „grobe“ Behandlung nicht mag. Ist
ein Exenter so leichtgängig, dass er sich schon beim Aufsetzen des
Ringschlüssels bewegt, muss die komplette Bremsträgerplatte erneuert
werden.
Nun geht es ans Einstellen. Begonnen wird an der „auflaufenden“ Backe
(in diesem Fall die Vordere).
Dazu wird der Exenter mit dem Ringschlüssel nach unten/außen gedreht,
bis das Rad sich nicht mehr drehen lässt. Anschließend wird der Exenter
mit dem Schlüssel nach oben/innen gedreht, bis das Rad wieder frei
dreht.
Der Vorgang wird an der „ablaufenden“ Backe wiederholt. Die andere Seite
wird genauso eingestellt. Die Betriebsbremse ist damit eingestellt.
Um die Handbremse einzustellen, werden erst einmal die Seile wieder
eingebaut und weitgehend spielfrei vorgestellt. Die Räder müssen immer
noch frei drehen. In dieser Position einmal den Handbremshebel mit der
Umlenkrolle kontrollieren. Der Abstand zwischen Rolle und Vorderwand des
Fahrzeugs sollte 3 – 4 cm betragen. Wird das Maß nicht erreicht, muss es
am Stockhebel eingestellt werden. Nun wird die Handbremse 6 – 7 Zähne
angezogen. Die Räder sollten sich jetzt gleichmäßig schwer drehen
lassen. Ist dies nicht der Fall, das Seil auf der schwergängigen Seite
lösen. Bei 8 – 10 Zähnen sollten die Räder sich nicht mehr drehen
lassen. Achtung! Wird die Handbremse zu „scharf“ eingestellt, kann das
Vorderrad beim Einfedern bremsen, im schlimmsten Fall sogar blockieren.
Die zur Betriebsbremse gemachten Angaben gelten auch für die
Hinterachse.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein.
Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad, gegen
Wegrollen sichern.
Handbremsseile lösen. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
Das wichtige Bauteil an dieser Bremse ist das Stützlager. Es dient auch
als Nachsteller und besteht im Prinzip aus drei Teilen. Einem Gehäuse
mit Aufnahme für die „sekundäre“ Backe und einem darin untergebrachten
Zahnrad (für die Einstellung) mit einer Schraube zur Aufnahme der
„primären“ Backe. Das Gewindestück und auch das Zahnrad sollten sich
leicht im Gehäuse bewegen lassen und mit MoS2 oder Kupferpaste gefettet
werden.
Nach einem Belagwechsel muss immer eine Grundeinstellung vorgenommen
werden.
Zwischen dem Kopf der Schraube und dem Zahnrad muss ein Spalt von 4,5 mm
bleiben. Nun kann die Bremse zusammengebaut und anschließend eingestellt
werden. Zum Einstellen wird ein Schraubendreher (min. 5 mm Klinge)
benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Es gibt auch ein entsprechendes Sonderwerkzeug. Die
Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben bewegt. Die Nachstellung so lange betätigen, bis das
Rad fest ist. Anschließend wird an der Nachstellung so lange zurück
gestellt, bis es wieder frei läuft. Den Vorgang auf der anderen Seite
wiederholen. Die Betriebsbremse ist damit eingestellt. Bei einer
späteren Einstellung ohne Belagwechsel muss die Grundeinstellung (4,5
mm) nicht gemacht werden.
Um
die Handbremse einzustellen, werden erst einmal die Seile wieder
eingebaut und weitgehend spielfrei vorgestellt. Die Räder müssen immer
noch frei drehen. In dieser Position einmal den Handbremshebel mit der
Umlenkrolle kontrollieren. Der Abstand zwischen Rolle und Vorderwand des
Fahrzeugs sollte 3 – 4 cm betragen. Wird das Maß nicht erreicht, muss es
am Stockhebel eingestellt werden. Nun wird die Handbremse 6 – 7 Zähne
angezogen. Die Räder sollten sich jetzt gleichmäßig schwer drehen
lassen. Ist dies nicht der Fall, das Seil auf der schwergängigen Seite
lösen. Bei 8 – 10 Zähnen sollten die Räder sich nicht mehr drehen
lassen. Achtung! Wird die Handbremse zu „scharf“ eingestellt, kann das
Vorderrad beim Einfedern bremsen, im schlimmsten Fall sogar blockieren.
Die Hinterachsbremse wird, wie oben unter Simplex-Bremse beschrieben,
eingestellt.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse System Perrot:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein.
Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad, gegen
Wegrollen sichern.
Handbremsseile lösen. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
Der Nachsteller ist auch bei dieser Bremse ein sehr wichtiges Bauteil.
Die Stellschrauben und auch das Zahnrad müssen leichtgängig sein und
sollten vor dem Einbau mit MoS2 Fett oder Kupferpaste behandelt werden.
Das „Innenleben“ des Nachstellers darf in axialer Richtung nur ein Spiel
von max. 0,15 mm haben und die Feder darf nicht gebrochen sein.
Ansonsten müssen beide Nachsteller erneuert werden. Nach einem
Belagwechsel müssen die Stellschrauben in dem Nachsteller ganz zurück
gedreht werden. Sind alle Bedingungen erfüllt, kann die Bremse zusammen
gebaut werden. Im nächsten Schritt werden die Handbremsseile eingehängt
und auf ein Spiel von ca. 10 mm (zwischen Einstellschraube und Bolzen)
eingestellt.
Zum Einstellen der Betriebsbremse wird ein Schraubendreher (min. 5 mm
Klinge) benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Außerdem wird ein SW 19 mm Ringschlüssel zum Lösen
des Nachstellers benötigt. Es gibt auch entsprechende Sonderwerkzeuge.
Zuerst wird die Klemmschraube gelöst (die dahinterliegende Scheibe
sollte frei sein). Mit einem Hammer mehrfach auf die Schraube schlagen,
damit sich der Nachsteller löst.
Die Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben, bewegt. Die Backen vorspannen, bis sich das Rad
nicht mehr drehen lässt und danach die Klemmschraube festziehen. Den
Vorgang auf der anderen Seite wiederholen. Jetzt an den Handbremsseilen
ein Spiel von 3-5 mm einstellen und die Betriebsbremse an den
Nachstellern so weit zurückstellen, dass die Räder wieder frei drehen.
MB schreibt an dieser Stelle eine Messung zwischen Bremstrommel und
Belag vor. Dies ist in der Praxis aber nur selten möglich, da die
Trommeln schon eingelaufen sind und einen Rand haben. Durch
gelegentliches Bremsen beim Zurückstellen der Nachsteller (2. Person im
Fahrzeug) lassen sich aber auch geringe Spaltmaße erreichen. Damit ist
die Einstellung der Betriebsbremse abgeschlossen.
Es folgt die Handbremse. Den Handbremshebel mit der Umlenkrolle
kontrollieren. Der Abstand zwischen Rolle und Vorderwand des Fahrzeugs
sollte 3 – 4 cm betragen. Wird das Maß nicht erreicht, muss es am
Stockhebel eingestellt werden. Achtung! Je nach Stockhebel, (neben der
Motorabdeckung oder im Armaturenbrett), ändert sich die Vorgehensweise
zur Einstellung. Die alte Ausführung hat 34 Zähne, die neue nur noch 22
Zähne.
Die Handbremse 13 – 16 Zähne (alt) bzw. 2 – 5 Zähne (neu) anziehen. Die
Räder sollten sich jetzt gleichmäßig schwer drehen lassen. Ist dies
nicht der Fall, das Seil auf der schwergängigen Seite lösen. Bei 18 –
20 Zähnen (alt) bzw. 7 – 10 Zähnen (neu) dürfen sich die Räder nicht
mehr drehen lassen. Achtung! Wird die Handbremse zu „scharf“
eingestellt, kann das Vorderrad beim Einfedern bremsen, im schlimmsten
Fall sogar blockieren.
Wird die hier beschriebene Einstellung nicht befolgt, sondern einfach
nur am Zahnrad des Nachstellers gedreht, verliert die Bremse mit jeder
Einstellung an Wirkung und der Belagverschleiß erhöht sich.
Bei richtiger Einstellung ist dies die beste Bremse, die es im Orion
gegeben hat.
Hier ein paar
Bilder des Bremsen-Umbaus von "geht-immer"
     
Orion II
Zusammenstellung Orion II in Bezug auf die Bremsanlage (keine Gültigkeit
für „MB 100“)
Allgemeines ab ca.1974 bis zum Ende der Bauzeit:
Zweikreis Servo-Bremse System „MB“, oder System „Perrot“ vorn und
Simplex-Bremse hinten. Bremsgerät, Vakuumpumpe und Regler (hinten) sind
Serienausstattung. Es gibt nur noch „hängende“ Pedale. Weitere
Erkennungsmerkmale: Hauptbremszylinder hat zwei Zuläufe (von oben, vom
Flüssigkeitsbehälter) und zwei Abgänge seitlich, zur Radbremse. Er ist
am Bremsgerät angeflanscht. Die Vakuumpumpe (nur Diesel) sitzt am Motor
neben der Wasserpumpe.
Der Stockhebel für die Handbrems-Betätigung ist jetzt im Armaturenbrett
eingebaut und hat nur noch 22 Zähne). Der Rahmen wurde verändert und
eine Hinterachse mit Blattfedern eingebaut.
Technische Beschreibung der Servo-Bremse „MB“:
Bei
dieser Bremse ist oben ein Radbremszylinder mit zwei Kolben eingebaut.
Doch das Stützlager ist
„schwimmend“ aufgehängt. Das bedeutet, es wird nur durch die
Rückzugfeder zwischen den Bremsbacken gehalten. So wird die Kraft der
„auflaufenden“ Backe auf die „ablaufende“ Backe übertragen und sie wird
ebenfalls „auflaufende“ Backe. Bei den Servo-Bremsanlagen spricht man
aber von „Primär- und Sekundär“ Backe. Die „Primär“ Backe entspricht
dabei der „auflaufenden“ Backe. Durch diesen Trick wurde die Wirkung der
Bremse erheblich gesteigert. Leider aber auch das „Eigenleben“, denn
wenn man die Bremse irgendwann einmal betätigt, weiß man nie so ganz
genau, wie sich das Fahrzeug verhalten wird. Deshalb ab und zu einmal
vorsichtig anbremsen (damit die Feuchtigkeit in der Bremse verdunstet).
Von außen ist diese Bremse an einem Stopfen unten an der
Bremsträgerplatte zu erkennen.
Technische Beschreibung der Servo-Bremse System „Perrot“:
Vom
Prinzip her wie die oben beschriebene Bremse. Allerdings ist das untere
Stützlager bei dieser Anlage angeschraubt und hat bewegliche Innenteile.
Daraus ergeben sich erhebliche Unterschiede bei der Einstellung. Die
Vor- und Nachteile sind die Gleichen wie oben beschrieben. Von außen zu
erkennen ist die Anlage durch eine Sechskantschraube auf der Außenseite
der Bremsträgerplatte (hinter dem unteren Traggelenk).
Einschätzung des Zustandes und mögliche Abhilfe – Toleranzen:
1.)
Bremstrommel = wellig, unrund. Abhilfe = ausschleifen oder ausdrehen
bzw. erneuern.
T = max. 2 mm
2.) Beläge = rissig, verhärtet. Abhilfe = Belag/Bremsbacken erneuern.
Bei ausgedrehter Trommel Belag mit Übermaß
verwenden. Es gibt 3 verschiedene Stärken
z.B. 7,0 – 7,5 – 8,0 mm in Abhängigkeit zur
jeweiligen Trommelgröße.
3.) Radbremszylinder = rissige Staubmanschetten, undicht. Abhilfe =
erneuern
Radbremszylinder = schwergängig. Abhilfe =
leichten Rostansatz mit Läppleinen
(min. 400) entfernen, in Spiritus reinigen und
anschließend mit ATE-Paste zusammenbauen.
Bei Rostlöchern erneuern.
Achtung! Die Dichtmanschetten an den Kolben nie über die Mitte
(Bremsleitungsanschluss) des Zylinders verschieben, dadurch könnten
Diese beschädigt werden. Die hier gemachten Aussagen haben Gültigkeit
für alle oben aufgeführten Bremsanlagen.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse System „MB“:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein.
Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad, gegen
Wegrollen sichern. Handbremsseile lösen. Fahrzeug aufbocken und mit
Unterstellböcken sichern.
Das wichtige Bauteil an dieser Bremse ist das Stützlager. Es dient auch
als Nachsteller und besteht im Prinzip aus drei Teilen. Einem Gehäuse
mit Aufnahme für die „sekundäre“ Backe und einem darin untergebrachten
Zahnrad (für die Einstellung) mit einer Schraube zur Aufnahme der
„primären“ Backe. Das Gewindestück und auch das Zahnrad sollten sich
leicht im Gehäuse bewegen lassen und mit MoS2 oder Kupferpaste gefettet
werden.
Nach einem Belagwechsel muss immer eine Grundeinstellung vorgenommen
werden.
Zwischen dem Kopf der Schraube und dem Zahnrad muss ein Spalt von 4,5 mm
bleiben. Nun kann die Bremse zusammengebaut und anschließend eingestellt
werden. Zum Einstellen wird ein Schraubendreher (min. 5 mm Klinge)
benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Es gibt auch ein entsprechendes Sonderwerkzeug. Die
Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben bewegt. Die Nachstellung so lange betätigen, bis das
Rad fest ist. Anschließend wird an der Nachstellung so lange zurück
gestellt, bis es wieder frei läuft. Den Vorgang auf der anderen Seite
wiederholen. Die Betriebsbremse ist damit eingestellt. Bei einer
späteren Einstellung ohne Belagwechsel muss die Grundeinstellung (4,5
mm) nicht gemacht werden.
Um die Handbremse einzustellen, werden erst einmal die Seile wieder
eingebaut und weitgehend spielfrei vorgestellt. Die Räder müssen immer
noch frei drehen. In dieser Position einmal den Handbremshebel mit der
Umlenkrolle kontrollieren. Der Abstand zwischen Rolle und Vorderwand des
Fahrzeugs sollte 3 – 4 cm betragen. Wird das Maß nicht erreicht, muss es
am Stockhebel eingestellt werden. Nun wird die Handbremse 6 – 7 Zähne
angezogen. Die Räder sollten sich jetzt gleichmäßig schwer drehen
lassen. Ist dies nicht der Fall, das Seil auf der schwergängigen Seite
lösen. Bei 8 – 10 Zähnen sollten die Räder sich nicht mehr drehen
lassen. Achtung! Wird die Handbremse zu „scharf“ eingestellt, kann das
Vorderrad beim Einfedern bremsen, im schlimmsten Fall sogar blockieren.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse System „Perrot“:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein.
Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad, gegen
Wegrollen sichern.
Handbremsseile lösen. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
Der Nachsteller ist auch bei dieser Bremse ein sehr wichtiges Bauteil.
Die Stellschrauben und auch das Zahnrad müssen leichtgängig sein und
sollten vor dem Einbau mit MoS2 Fett oder Kupferpaste behandelt werden.
Das „Innenleben“ des Nachstellers darf in axialer Richtung nur ein Spiel
von max. 0,15 mm haben und die Feder darf nicht gebrochen sein.
Ansonsten müssen beide Nachsteller erneuert werden. Nach einem
Belagwechsel müssen die Stellschrauben in dem Nachsteller ganz zurück
gedreht werden. Sind alle Bedingungen erfüllt, kann die Bremse zusammen
gebaut werden. Im nächsten Schritt werden die Handbremsseile eingehängt
und auf ein Spiel von ca. 10 mm (zwischen Einstellschraube und Bolzen)
eingestellt.
Zum Einstellen der Betriebsbremse wird ein Schraubendreher (min. 5 mm
Klinge) benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Außerdem wird ein SW 19 mm Ringschlüssel zum Lösen
des Nachstellers benötigt. Es gibt auch entsprechende Sonderwerkzeuge.
Zuerst wird die Klemmschraube gelöst (die dahinterliegende Scheibe
sollte frei sein). Mit einem Hammermehrfach auf die Schraube schlagen,
damit sich der Nachsteller löst.
Die Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben, bewegt. Die Backen vorspannen, bis sich das Rad
nicht mehr drehen lässt und danach die Klemmschraube festziehen. Den
Vorgang auf der anderen Seite wiederholen. Jetzt an den Handbremsseilen
ein Spiel von 3- 5 mm einstellen und die Betriebsbremse an den
Nachstellern so weit zurückstellen, dass die Räder wieder frei drehen.
MB schreibt an dieser Stelle eine Messung zwischen Bremstrommel und
Belag vor. Dies ist in der Praxis aber nur selten möglich, da die
Trommeln schon eingelaufen sind und einen Rand haben. Durch
gelegentliches Bremsen beim Zurückstellen der Nachsteller (2. Person im
Fahrzeug) lassen sich aber auch geringe Spaltmaße erreichen. Damit ist
die Einstellung der Betriebsbremse abgeschlossen.
Es folgt die Handbremse. Den Handbremshebel mit der Umlenkrolle
kontrollieren. Der Abstand zwischen Rolle und Vorderwand des Fahrzeugs
sollte 3 – 4 cm betragen. Wird das Maß nicht erreicht, muss es am
Stockhebel eingestellt werden. Die Handbremse 2 – 5 Zähne anziehen. Die
Räder sollten sich jetzt gleichmäßig schwer drehen lassen. Ist dies
nicht der Fall, das Seil auf der schwergängigen Seite lösen. Bei 7 – 10
Zähnen dürfen sich die Räder nicht mehr drehen lassen. Achtung! Wird die
Handbremse zu „scharf“ eingestellt, kann das Vorderrad beim Einfedern
bremsen, im schlimmsten Fall sogar blockieren.
Wird die hier beschriebene Einstellung nicht befolgt, sondern einfach
nur am Zahnrad des Nachstellers gedreht, verliert die Bremse mit jeder
Einstellung an Wirkung und der Belagverschleiß erhöht sich.
Bei richtiger Einstellung ist dies die beste Bremse, die es im Orion
gegeben hat.
Orion III
Zusammenstellung Orion III in Bezug auf die Bremsanlage
Allgemeines ab 1977-78 bis 1985:
Zweikreis Servo-Bremse System „MB“, oder System „Perrot“ vorn und
Simplex-Bremse hinten. Bremsgerät, Vakuumpumpe und Regler (hinten) sind
Serienausstattung. Weitere Erkennungsmerkmale: Hauptbremszylinder hat
zwei Zuläufe (von oben, vom Flüssigkeitsbehälter) und zwei Abgänge
seitlich, zur Radbremse. Er ist am Bremsgerät angeflanscht. Die
Vakuumpumpe (nur Diesel) sitzt am Motor neben der Wasserpumpe.
Der
Handbremshebel befindet sich im Fußraum rechts neben dem Fahrersitz. Die
Handbremse wirkt nun auf die Hinterachse. Der Rahmen hat ein
rechteckiges Blechprofil, die Hinterachse ist Blattgefedert und wird
angetrieben.
Technische
Beschreibung der Servo-Bremse „MB“:
Bei
dieser Bremse ist oben ein Radbremszylinder mit zwei Kolben eingebaut.
Doch das Stützlager ist „schwimmend“ aufgehängt. Das bedeutet, es wird
nur durch die Rückzugfeder zwischen den Bremsbacken gehalten. So wird
die Kraft der „auflaufenden“ Backe auf die „ablaufende“ Backe übertragen
und sie wird ebenfalls „auflaufende“ Backe. Bei den Servo-Bremsanlagen
spricht man aber von „Primär- und Sekundär“ Backe. Die „Primär“ Backe
entspricht dabei der „auflaufenden“ Backe. Durch diesen Trick wurde die
Wirkung der Bremse erheblich gesteigert. Leider aber auch das
„Eigenleben“, denn wenn man die Bremse irgendwann einmal betätigt, weiß
man nie so ganz genau, wie sich das Fahrzeug verhalten wird. Deshalb ab
und zu einmal vorsichtig anbremsen (damit die Feuchtigkeit in der Bremse
verdunstet). Von außen ist diese Bremse an einem Stopfen unten an der
Bremsträgerplatte zu erkennen.
Technische Beschreibung der Servo-Bremse System „Perrot“:
Vom
Prinzip her wie die oben beschriebene Bremse. Allerdings ist das untere
Stützlager bei dieser Anlage angeschraubt und hat bewegliche Innenteile.
Daraus ergeben sich erhebliche Unterschiede bei der Einstellung. Die
Vor- und Nachteile sind die Gleichen wie oben beschrieben. Von außen zu
erkennen ist die Anlage durch eine Sechskantschraube auf der Außenseite
der Bremsträgerplatte (hinter dem unteren Traggelenk).
Einschätzung des Zustandes und mögliche Abhilfe – Toleranzen:
1.)
Bremstrommel = wellig, unrund. Abhilfe = ausschleifen oder ausdrehen
bzw. erneuern.
T = max. 2 mm
2.) Beläge = rissig, verhärtet. Abhilfe = Belag/Bremsbacken erneuern.
Bei ausgedrehter Trommel Belag mit Übermaß
verwenden. Es gibt 3 verschiedene Stärken
z.B. 7,0 – 7,5 – 8,0 mm in Abhängigkeit zur
jeweiligen Trommelgröße.
3.) Radbremszylinder = rissige Staubmanschetten, undicht. Abhilfe =
erneuern
Radbremszylinder = schwergängig. Abhilfe = leichten
Rostansatz mit Läppleinen
(min. 400) entfernen, in Spiritus reinigen und
anschließend mit ATE-Paste zusammenbauen.
Bei Rostlöchern erneuern.
Achtung! Die Dichtmanschetten an den Kolben nie über die Mitte
(Bremsleitungsanschluss) des Zylinders verschieben, dadurch könnten
Diese beschädigt werden. Die hier gemachten Aussagen haben Gültigkeit
für alle oben aufgeführten Bremsanlagen.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse System „MB“:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein. Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad,
gegen Wegrollen sichern. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
Das wichtige Bauteil an dieser Bremse ist das Stützlager. Es dient auch
als Nachsteller und besteht im Prinzip aus drei Teilen. Einem Gehäuse
mit Aufnahme für die „sekundäre“ Backe und einem darin untergebrachten
Zahnrad (für die Einstellung) mit einer Schraube zur Aufnahme der
„primären“ Backe. Das Gewindestück und auch das Zahnrad sollten sich
leicht im Gehäuse bewegen lassen und mit MoS2 oder Kupferpaste gefettet
werden.
Nach einem Belagwechsel muss immer eine Grundeinstellung vorgenommen
werden.
Zwischen dem Kopf der Schraube und dem Zahnrad muss ein Spalt von 4,5 mm
bleiben. Nun kann die Bremse zusammengebaut und anschließend eingestellt
werden. Zum Einstellen wird ein Schraubendreher (min. 5 mm Klinge)
benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Es gibt auch einentsprechendes Sonderwerkzeug. Die
Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben bewegt. Die Nachstellung so lange betätigen, bis das
Rad fest ist. Anschließend wird an der Nachstellung so lange zurück
gestellt, bis es wieder frei läuft. Den Vorgang auf der anderen Seite
wiederholen. Die Vorderradbremse ist damit eingestellt. Bei einer
späteren Einstellung ohne Belagwechsel muss die Grundeinstellung (4,5
mm) nicht gemacht werden.
Vorarbeiten und Einstellung der Servo-Bremse System „Perrot“:
Die
unter dem Punkt „Einschätzung“ vorgegebenen Bedingungen müssen erfüllt
sein. Fahrzeug an der Hinterachse mit Keilen, vor und hinter dem Rad,
gegen Wegrollen sichern. Fahrzeug aufbocken und mit Unterstellböcken
sichern.
Der Nachsteller ist auch bei dieser Bremse ein sehr wichtiges Bauteil.
Die Stellschrauben und auch das Zahnradmüssen leichtgängig sein und
sollten vor dem Einbau mit MoS2 Fett oder Kupferpaste behandelt werden.
Das „Innenleben“ des Nachstellers darf in axialer Richtung nur ein Spiel
von max. 0,15 mm haben und die Feder darf nicht gebrochen sein.
Ansonsten müssen beide Nachsteller erneuert werden. Nach einem
Belagwechsel müssen die Stellschrauben in dem Nachsteller ganz zurück
gedreht werden. Sind alle Bedingungen erfüllt, kann die Bremse zusammen
gebaut werden.
Zum Einstellen der Betriebsbremse wird ein Schraubendreher (min. 5 mm
Klinge) benötigt. Dieser muss im vorderen Bereich der Klinge um ca. 45°
abgekröpft werden. Außerdem wird ein SW 19 mm Ringschlüssel zumLösen des
Nachstellers benötigt. Es gibt auch entsprechende Sonderwerkzeuge.
Zuerst wird die Klemmschraube gelöst (die dahinterliegende Scheibe
sollte frei sein). Mit einem Hammer mehrfach auf die Schraube schlagen,
damit sich der Nachsteller löst.
Die Einstellung erfolgt (durch das Loch in der Bremsträgerplatte) an dem
Zahnrad. Zum Vorspannen der Backen wird der Schraubendreher auf der
linken Seite (Fahrtrichtung) von oben nach unten, auf der rechten Seite
von unten nach oben, bewegt. Die Backen vorspannen, bis sich das Rad
nicht mehr drehen lässt und danach die Klemmschraube festziehen. Im
Anschluss den Nachstellern so weit zurückstellen, das die Räder wieder
frei drehen. MB schreibt an dieser Stelle eine Messung zwischen
Bremstrommel und Belag vor. Dies ist in der Praxis aber nur selten
möglich, da die Trommeln schon eingelaufen sind und einen Rand haben.
Durch gelegentliches Bremsen beim Zurückstellen der Nachsteller (2.
Person im Fahrzeug) lassen sich aber auch geringe Spaltmaße erreichen.
Den Vorgang auf der anderen Seite wiederholen. Damit ist die Einstellung
der Vorderradbremse abgeschlossen.
Wird die hier beschriebene Einstellung nicht befolgt, sondern einfach
nur am Zahnrad des Nachstellers gedreht, verliert die Bremse mit jeder
Einstellung an Wirkung und der Belagverschleiß erhöht sich.
Bei richtiger Einstellung ist dies die beste Bremse, die es im Orion
gegeben hat.
Soweit ich weiß, ist es durch die Werksschließung 1985, nicht mehr zu
dem Einbau einer Scheibenbremse gekommen.
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