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Lärm/Vibrationen und deren Abhilfe
Ein Danke an Frank C. für die Zusammenstellung zum Teil aus unseren
Forumsbeiträgen
Anmerkungen, Erweiterungen und Berichtigungen sind ausdrücklich
erwünscht! Sendet diese bitte an
webmaster@suleica-orion-club.de
Den
Bericht zu dem unter dem Fahrzeug eingebauten Luftfilter habe ich
weggelassen, weil ich ihn für gefährlich halte. Es könnte zu einem
Wasserschaden beim Dieselmotor kommen. Dann ist der Motor hin. Dies ist
eine Zusammenfassung von Motorlärm und Vibrationen.
1.)
Dämmung allgemein:
Den Fußboden im Fahrerhaus mit schwerer Schweißfolie (Dachdecker)
bekleben. Zusätzlich im Fußraum, links und rechts, eine Platte (20x20
cm) aus Walzblei einbauen. Den Blechstreifen unter der Motorabdeckung
ebenfalls mit Folie bekleben. Hier darauf achten, das sich die
Wartungsöffnung neben der Einspritzpumpe danach noch öffnen lässt. Auf
die Bleiplatten eine weitere Lage Folie aufkleben. Auch auf den
Radkästen wäre eine Lage Folie nicht schlecht. Dazu müssten allerdings
die Sitze ausgebaut werden. Im Anschluss den kompletten Fußboden nach
eigenen Vorstellungen auskleiden.
2.)
Die Motorabdeckung:
Hier könnte man eine Schaumstoffdämmung aus dem Kfz.-Handel, bzw.
Motorenbau verwenden.
Aber nur „schwer entflammbare“ Materialien verwenden (Brandgefahr).
Früher gab es einmal spezielle Motorabdeckungen für den Kleinbus und die
TFG hat Hauben angeboten, die von außen übergestülpt wurden.
So etwas heute noch zu bekommen ist allerdings eher unwahrscheinlich.
Aber auf einem Schrottplatz oder in einer Lkw-Werkstatt
(Fahrzeugbau/Unfallreparatur) könnte man an das Dämmmaterial
herankommen. Es wird auch heute noch in Lkw mit kippbarem Fahrerhaus
eingebaut und ist fast immer mit Aluminium kaschiert. Dieses Material
wäre auch für den Fußboden im Fahrerhaus geeignet.
3.) Der Luftfilter:
Das Luftfiltergehäuse könnte man mit einer Bitumen-Folie bekleben und
zusätzlich noch mit der Original Abdeckung und zusätzlichem Schaumstoff
verkleiden.
4.)
Der Schalthebel:
Für den Schalthebel gibt es Kunststoffbuchsen bei Herrn Diehl. Nach dem
relativ einfachen Einbau sollte das Klingeln behoben sein.
5.)
Der Lüfter:
Der Einbau eines Elektro- oder Visco-Lüfters ist nicht so ganz einfach,
wer es dennoch machen möchte sollte einmal unter E-Lüfter im Forum
nachsehen.
6.)
Die Motorlager:
Die Motorlager sind meist die Hauptverursacher für Lärm im Orion. Alles
Weitere ist unter Vibrationen beschrieben.
Nun
zu den Vibrationen!
1.)
Die Motorlager:
Bei neuen Gummilagern sind die Abstandshülsen in etwa plan mit dem
Gummi. Spätestens wenn die Hülsen 2 mm oder mehr aus dem Gummi
herausstehen sollten die Lager erneuert werden. Ebenso wenn sie rissig
sind oder schwammig aussehen. Schlechte oder falsch eingebaute
Gummilager führen zu Lärm und Vibrationen.
Nach dem Einbau der neuen Lager müssen diese „Eingeschaukelt“ werden.
Dazu werden die Schrauben, die durch die Hülsen gehen nur bis auf ca. 2
mm vorgezogen. Danach das Fahrzeug mehrmals 1 – 2 m Vor- und
Zurückfahren und bei laufendem Motor die Schrauben festziehen. Auch bei
bereits eingebauten, alten Lagern, kann ein Versuch diese
„Einzuschaukeln“ Erfolg haben. Dazu sind allerdings die
Befestigungsschrauben um min. 5 mm zu lösen, um dem Lager den nötigen
Freiraum, zum Drehen zu geben. Platte Lager und ein ausgeleierter
Keilriemen können zum „Dengeln“ der Lichtmaschine am Rahmen führen.
2.)
Die Reifen:
Bei einem Reifen mit Karkassenschaden bildet sich eine Beule. Diese kann
Vibrationen am Fahrzeug auslösen.Um die Beule zu finden mit beiden
Händen die Lauffläche des Reifens abtasten. Das Fahrzeug ein kleines
Stück Vor- oder Zurückfahren um auch die ehemalige Standfläche zu
prüfen. Eine weitere Möglichkeit: Das Fahrzeug anheben bis sich das Rad
drehen lässt (es muss dabei etwas auf dem Boden schleifen). Sollte sich
dabei eine Stelle ergeben, an der sich das Rad nicht, oder nur schwer
drehen lässt diese markieren. Es könnte sich dabei aber auch nur um eine
„Auswaschung“ handeln. Deshalb würde ich, einen Austausch der Räder von
vorn nach hinten empfehlen. Niemals die Drehrichtung der Räder
verändern. Eventuelle Standschäden „Flachstellen“ verschwinden nach
einer kurzen Fahrt von selbst. Es ist aber zu empfehlen das Fahrzeug
aufzubocken, wenn es über einen langen Zeitraum nicht genutzt wird.
Dabei sollte die Handbremse nicht angezogen sein. An dieser Stelle
möchte ich auch einmal bemerken, dass das regelmäßige Abschmieren
unbedingt notwendig ist. Vor dem Fetten unbedingt den Schmiernippel
reinigen.
3.)
Die Antriebswellen:
Festsitzende oder angerostete Kugeln in den Gelenken der Antriebswelle
können ebenfalls Vibrationen auslösen. Hier wäre eine
Zerlegung/Reinigung, mit anschließender, neuer Fettfüllung möglich.
4.)
Die Radlager:
Ein defektes Radlager könnte ebenfalls zu Vibrationen führen, wird sich
aber eher durch „Schwimmen“ des Fahrzeugs (wie bei Spurrinnen) bemerkbar
machen. Die Geräusche werden bei dem Lärm im Orion untergehen. Für eine
eventuelle Reparatur des Radlagers mal unter Radlager/Vorderachse im
Forum nachsehen.
5.)
Lenkübertragungshebel und Spurstangen:
Auch durch diese Bauteile kann es zu erheblichen Vibrationen kommen.
Diese würden sich allerdings auch durch „Flattern“ der Lenkung und
„Auswaschungen“ an den Reifen bemerkbar machen.
6.)
Der Motor:
Unter Umständen kommen die Vibrationen aber auch vom Motor (betrifft nur
Diesel). Hier sollte auf jeden Fall der Förderbeginn kontrolliert
werden. Ansonsten ist die richtige Einstellung der Gestänge von
äußerster Wichtigkeit.
Bei hoher Kilometerleistung ist evtl. auch eine Überprüfung/Erneuerung
der Einspritzdüsen/Einspritzpumpe nötig.
Bei
einem Benziner können verschlissene Kerzen/Kontakte, defekte oder
korrodierte Zündkabel, eine defekte Verteilerkappe, eine ausgeschlagene
Verteilerwelle und ein falsch eingestellter Zündzeitpunkt zu Vibrationen
führen. Ein falsch eingestellter Vergaser, eine falsch
eingestellte/defekte Beschleunigerpumpe, eine ausgeschlagene
Drosselklappe oder ein falsch eingestellter Schwimmerstand hätten
ebenfalls Einfluss auf den Rundlauf des Motors und könnten Vibrationen
auslösen.
Anmerkung des Webmasters:
Orion im Garten eben abstellen, alle Öffnungen unterhalb der Fenster
verschließen, seitlich ein paar wasserdichte Strahler einbauen, die
Küche mit Cocktails und Bier-Zapfhahn ausstatten, eine Umwälzpumpe und
Filter einbauen, Motor natürlich wegen Ölrückständen entfernen, Fenster
demontieren, Leiter mit Geländer ans Heck und alles mit warmen Wasser
befüllen... Schon hat man einen ruhigen, vibrationsfreien, überdachten
und originellen Pool im Garten wie ihn keiner hat...
(Der Webmaster hat ein Spaß gemacht) |