Euer Webmaster fasst mal zusammen :-)
2006 im Harz lernten wir die Familie B. kennen, da wohnten
doch 5 Leute in einem Suleica F430. Respekt!
Um den Wohnraum zu vergrößern kauften Sie sich bei der
Gelegenheit gleich noch einen Suleica 500, der
schnellstmöglich ausgebaut werden sollte.
Ein Jahr später in Holland freundeten wir uns dann richtig
an und so blieb es nicht aus, das wir Monat für Monat, Jahr
für Jahr verfolgten wie das Projekt Suleica 500 aus
Zeitmangel nach dem Ausschlachten stagnierte :-)
Aber zu allem Überfluss, so die Ansicht von Theo, wäre doch
noch ein Orion I als Alltagsfahrzeug drin um täglich zur
Arbeit zu kommen... und überhaupt so ein Gespann, das muss
man ja haben.
Das Ina das ein wenig anders sah, spielt jetzt aber noch
keine Rolle, Träumen ist ja erlaubt und sicher wird Theo
erst noch die 500er Suleica vollenden bevor...
...
ja, bevor Clemens R. mir ein Bild eines runtergekommenen und
antriebslosen Orion I zuspielte der zum Verkauf stand. Das
war Oktober 2009.
Scherzhaft spielte ich dieses Angebot Theo und Ina zu und
ich ahnte noch nicht was ich damit auslösen würde... Ich hab
keine Ahnung was im Hause B. so alles vor sich ging, aber
eines Tages fuhr Theo im Urlaub zum Orion, begutachtete die
Ruine ohne Motor, Getriebe und ein paar weiteren
Kleinigkeiten und beschloss das gute Stück zu erwerben...
Es
sollten aber noch viel Zeit vergehen, bis im März 2010
endlich der Transporter mit dem Orion vor der Tür der
Familie B. stehen würde.
Da
stand er nun... Das nächste Projekt
Nebenbei musste Familie B. auch noch das Jahrestreffen 2010
planen und kamen somit auch nicht weiter...
Auf
dem SOC-Treffen 2010 sprach es sich dann schnell rum, das
ein paar Kilometer ein alter Orion darauf wartet neues Leben
eingehaucht zu bekommen und es wurde ein Shuttle-Service
eingerichtet damit jeder mal gucken kann.
Es
sprach sich also herum, das dort ein Orion dringend die
Hilfe der Clubmitglieder benötigt und jeder tat was er
konnte... Vom Bodensee kam ein Getriebe, wir brachten
Scheinwerfer mit und ein paar Telefonleitungen werden wohl
auch im Hintergrund geglüht haben um zumindest einen Motor
aufzutreiben.
In
all der Aufregung ist fast untergegangen, dass Ina noch
immer nicht genau verstanden hat, wozu die Familie B.
immerhin zwei Erwachsene und 3 Kinder denn zwei Suleicas und
nen Orion braucht...
Und so kam es das Theo so lange weichgekocht wurde das er
sich jetzt mit der Vorfreude auf den Orion doch damit
abfinden könnte die große Suleica zugunsten des Orions
abzugeben. Aber dieses Kapitel ist noch nicht
abgeschlossen...
Nach dem Jahrestreffen sind wir noch ein paar Tage bei der
Familie B. geblieben und haben geholfen den Orion von den
Einbauten zu befreien denn mittlerweile kenne ich jede
Schraube und das Mobiliar samt morschem Boden war in wenigen
Stunden vor dem Orion aufgestapelt, wo es nach unserer
Abreise noch zwei drei Wochen lag, wie gesagt, Theo hat
selten Zeit :-)
Und
dann kam wieder alles anders. Da konnte Theo doch ein
Fahrgestell eines Orion I samt Motor und Getriebe erwerben,
er barg dieses auch und nichts ahnend von der Technik
entschied sein KFZ-Schrauber dann, dass er den Motor, die
Bremsen und sonst so Zeug nicht umbauen will, sondern lieber
gleich das Fahrgestell wechseln möchte.
Also machte sich Theo ans Telefon um sachkundige Hilfe zu
mobilisieren.
Die Auswahl viel schwer, denn er brauchte ja nicht nur
Tipps, sondern auch Leute die neben Sachkunde auch noch Zeit
haben sich mal eben ein Wochenende nach A. zu begeben um bei
freier Kost und Unterkunft vor der Haustür, auch noch so
abgebrüht sind, Theos Heiligtum gen Himmel zu heben...
Er
konnte zuerst Frank und Moni C. und dann auch mich davon
überzeugen, dass es eine tolle Idee wäre ein Wochenendurlaub
mit Beschäftigungstherapie bei Ihnen zu verbringen.
Kaum angekommen stellten wir fest, dass Theo zumindest Zeit
gefunden hat den Stapel Möbel den wir vor einigen Wochen
ausgebaut hatten zu beseitigen. aber sonst war nicht viel
vorbereitet.
Zu erwähnen ist noch, das jetzt Samstag ist und eines der
Kinder zufällig auch noch Geburtstag hat. Also nicht nur der
Orion vom Fahrgestell getrennt werden soll, sondern auch
noch Gäste versorgt werden müssen.
Aber Theo ist ja auch nicht blöde, die Gäste durften gleich
alle mit helfen.
So
startet wir dann Samstag morgen damit erst mal alles
vorzubereiten. Helfer waren genug da, hier und dort wurde
noch geschraubt und ausgebaut bis es Mittags endlich los
ging...
Wir
hatten viele Waschbetonplatten, zwei Balken, zwei
Unterstellböcke und vier 12Tonnen Wagenheber.
Zuerst wurde der Orion hinten unter den Schwellern soweit
angehoben, das durch den Radkasten der Balken geschoben
werden konnte. Dann vorn das gleiche.
Jetzt wurde Schritt für Schritt der Orion synchron mit vier
Mann an vier Wagenhebern angehoben, die Luft aus den Reifen
gelassen und geschwitzt, da der Orion auf den Balken und den
kleinen Wagenhebern auf dem schrägen Untergrund doch schon
mal stark ins Schwanken gekommen ist.
Irgendwann konnten wir dann das Fahrgestell darunter
hervorzuziehen und haben den Orion wieder auf ein Haufen
Waschbetonplatten herabgelassen.
Das
war eigentlich recht einfach...
Das
alte Fahrgestell wurde untergestellt und das neue vorgeholt.
Ein paar hier nicht zu erwähnende Änderungen sind daran aber
noch nötig, damit die Hochzeit wieder stattfinden kann.
Eigentlich waren wir jetzt fertig, aber da war das
Fahrgestell mit dem 2,4l Diesel der schon über ein Jahr
nicht mehr gelaufen sein soll...
Wir
übrig gebliebenen Helfer guckten uns an und waren uns einig,
das Ding muss laufen :-) "Theo, wir brauchen mal die
Batterie aus deinem Polo" und ich spendete Starthilfekabel.
Wir versuchten alles, Theo grillte für die Geburtstagsgäste,
aber der Motor wollte nicht anspringen. Dann wurde mein
VW-Bus als Energiespender eingesetzt, aber er wollte nicht
zünden... Niedergeschlagen schoben wir uns dann auch erst
mal Würste und Fleisch hinter die Kiemen aber es juckte
noch, noch ein Versuch und die Gäste stichelten uns auch...
So
nahmen der Schrauber, Frank und ich uns erst mal den
Anlasser vor, zerlegten Ihn, guckten uns die Innereien an,
polierten die Kontakte und stellten fest, dass er nun doch
besser läuft.
Jetzt wollten wir es noch mal wissen... Mein Bus wurde
wieder gestartet und ein Beipass zum Anlasser des Diesels
gelegt... Er Dreht, der Schraubendreher zum Anlasserschalten
glüht, die Klemmen des Überbrückungskabel fangen an zu
brennen, aber es tut sich nichts...
Dann rannte Theos Schrauber los und kam wenig später mit
einer Dose Bremsenreiniger wieder, ein guten Schuss von dem
Zeug in den Ansaugtrakt und noch mal den Schraubendreher an
den Anlasser und wuuuuusch, ein schwarzer Nebel und dann
knatterte das Aggregat völlig Rußfrei vor sich hin... Das
Tagewerk war geschafft...
Ja,
das Tagewerk war geschafft und nun mussten Theo noch mal
leiden.
Mit Zettel und Stift bewaffnet stellten wir eine Liste der
Dinge zusammen, die noch an dem Fahrgestell erledigt werden
müssen, bevor es eine Hochzeit geben wird... Theo wurde
blass im Gesicht und arbeitet jetzt sicher weiter, ohne Zeit
mit Hochdruck an der Fertigstellung. Immerhin möchte er gern
im September mit dem Orion zu Ottos Abcampen nach Limburg
:-)
Das Erste Bild von Clemens R.:



